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Biomechanik und Schadenrisiko

Der menschliche Körper ist mit einem komplexen System von Reflexen ausgerüstet welche durch die Evolution entwickelt sind um das Individuum vor Verletzungen zu schützen.

Einige dieser Reflexe sind besonders vorgesehen um Muskelreaktionen auszulösen die gegen Aufprallschockwirkungen schützen. Die muskuläre Respons ist sehr deutlich in unseren Beinen aber auch in den Armen, im Körper und im Nacken. Die Muskulatur reagiert auf den Anprall mit Zusammenziehen und dadurch dienen sie als Schockabsorbierung und Stabilisierung des Rückgrates.

Auf traditionellen Sitzplätzen nimmt das Rückgrad automatisch die Form eines C an und das Gewicht des Kopfes ist nach vorne vor seinen stützenden Strukturen zentriert. Dieses ist eine der schlimmsten Positionen was das Rückgrad betrifft wenn es vertikalen Schockwirkungen ausgesetzt ist.

Das Risiko ist groß das der Ruck zu Whiplash-artigen Verzerrungen und Bandscheiben-Brüchen im Nacken führt.

Auch das Risiko für Lenden-Bandscheibenvorfall und Wirbel-Frakturen ist bedeutend größer wenn die Wirbelsäule diese C-Form statt der natürlichen S-Form hat.

Das Stehen erleichtert dem Rückgrad eine bessere S-Form anzunehmen.

Aus diesem Grunde wollen Rennfahrer, wenn möglich, am liebsten stehen.

Es hat sich jedoch bei Untersuchungen erwiesen das die G-Schockeinwirkung auf den Rücken und den Nacken tatsächlich in diesem Fall größer ist als die Messungen an dem Bootsdeck.

Die mit leicht gebeugten Beinen stehende Besatzung hat eine gewisse Anspannung in den Schenkelmuskeln.

Wenn dann das Boot in die Luft abhebt streckt diese Anspannung die Beine der Besatzung, das Boot fällt ein wenig schneller und die Menschen folgen einen Bruchteil später nach. In dem Augenblick kollidiert die Besatzung mit ausgestreckten Beinen mit 2 oder 10 Tonnen Boot wieder auf dem Weg hoch, wodurch die Aufprallbelastung auf den menschlichen Körper oft bedeutend höher wird als die zwischen Schiffskörper und Wasseroberfläche.

Darum haben Rennfahrer oftmals auch permanent geschädigte Rücken.

Die Ullman Jockey-Sitze sind mit einem speziellen semi-aktiven Federungs- und Dämpfersystem ausgerüstet und konstruiert um die muskelreflexbasierten Schutzsysteme zu optimieren. Die Sitze sind auch konstruiert um die optimale S-Form der Wirbelsäule und die Balance des Kopfes zu erhalten.

Das System ist ausgelegt um einen Teil der G-Schock-Einwirkungen über die Schultern und Arme abzuleiten so das auch die Arme wie die Beine schockabsorbierend funktionieren. Eine Verteilung der Kräfte zwischen Beinen und Armen sowie Becken und Schultern reduzieren signifikant die Einwirkung der Kompressionskräfte auf Wirbelsäule, Bandscheiben und Wirbelkörper.

Dieser synergetische Effekt zwischen Federungssystem und der biologischen Respons neutralisieren effektiv den oftmals anschlagverstärkenden Resonanzeffekt der bei gewöhnlich abgefederten Sitzen auftreten kann.